Nach dem Sendener Vorbild hat Richard Damann, Vorstandvorsitzender des Kreisverbandes, die grünen Fraktionen im Kreis Coesfeld gebeten, ähnlich zu verfahren.
Die Grünen in Senden haben einen Antrag eingebracht, im Rathaus einen Sammelwiderspruch gegen das Google-Projekt „Street View“ zu organisieren und einzureichen.
Derzeit werden in weiten Teilen Deutschlands Straßenansichten, Häuser, Gärten und Menschen für den Internetdienst „Google Streetview“ aufgenommen. Anschließend sollen diese Bilder im Internet veröffentlicht werden.
„Google mag mit diesem kostenlosen Internetdienst für sich werben wollen. Uns erscheint der Preis zu hoch,“ so Richard Dammann zu dieser Initiative. „Letztlich zahlen die Bürgerinnen und Bürger mit dem Eingriff in ihre Privatsphäre und dem millionenfachen Abbilden ihres persönlichen Umfelds im weltweiten Netz.“
Mit dem Antrag zu einem Sammelwiderspruch der Kommune wollen die Grünen den Bürgerinnen und Bürgern, die sich wehren wollen, in dieser Angelegenheit Hilfe anbieten.
Nach anhaltender Kritik gegen „Street View“ haben Bürgerinnen und Bürger in Deutschland – anders als in anderen Staaten – die Möglichkeit, schon vor einer Veröffentlichung der Bilder bei Google Einspruch anzumelden. Und Google hat zugesagt, Street View“ in Deutschland erst dann zu starten, wenn die eingereichten Widersprüche vollständig umgesetzt sind. „Das sollten wir nutzen. Jeder kann nun individuell entscheiden, ob er oder sie das private Umfeld weltweit und unkontrolliert veröffentlicht sehen oder diesem Eingriff in die Persönlichkeitsrechte widersprechen möchte. Und ein Sammelwiderspruch macht´s leichter!“, so Richard Dammann. |