| AZ-Bericht über die Jubiläumsfeier "25 Jahre
Bündnis 90 /Die Grünen im Kreis Coesfeld" |
| AZ, 26.4.05 |
25 Jahre und kein bisschen leise Kreis-Grüne
feiern mit Bärbel Höhn |
| Bericht von Detlef Scherle |
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Coesfeld. Stillende
Mütter waren in der Anfangszeit bei Versammlungen der Grünen keine
Seltenheit. Am Samstagabend hatten einige bei der Jubiläumsfeier "25 Jahre
Bündnis 90 /Die Grünen im Kreis Coesfeld" auch ihre Kinder
mitgebracht - allerdings als aktive Mitglieder in örtlichen Parteigremien
und in der Grünen Jugend. Untrügliches Zeichen dafür, dass die
Grünen in die Jahre gekommen sind. Mit Gunnar Oehmichen und Stefan
Skornitzke aus Coesfeld wurden zwei Nachwuchspolitiker sogar mit dem
"Grünen Herzen am Bande" geehrt. Eine extra für diesen Termin
kreierte Auszeichnung, die ansonsten nur für langjährige Aktivposten
reserviert war. |
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| 25
Jahre - und kein bisschen leise: So hätte das Motto für die mit Musik
("Sounds und Songs") und Zauberei (Michael Sondermeyer) angereicherte Feier im
WBK in Coesfeld lauten können: Nicht zuletzt wegen der Wahlkampfzeit
präsentierten sich die Grünen nicht zurückhaltend - sondern mit
festem Blick auf ihre Geschichte - selbstbewusst und kämpferisch. Als
"Mutter Courage" der grünen Bewegung kam dabei Umweltministerin
Bärbel Höhn so richtig in Fahrt. "Unsere Säulen ökologisch,
sozial, basisdemokratisch und gewaltfrei sind noch genauso aktuell wie vor 25
Jahren", hob sie hervor. So wollten die Konservativen den Wieder-Einstieg in
die Atomenergie, "obwohl 19 Jahre nach Tschernobyl in der Senne immer noch
Wildschweine zu hohe Cäsiumwerte aufweisen". |
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Dass
CDU-Spitzenmann Jürgern Rüttgers in diesen Tagen das Christliche so
betont, hält sie für heuchlerisch: "Ist das ein Christ, der für
die Bewahrung der Schöpfung einsteht?" fragte sie in die Runde vor dem
Hintergrund, dass Rüttgers immer wieder Themen wie den Schutz von
Feldhamstern ins Lächerliche ziehe. |
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Höhn zitierte
in diesem Zusammenhang einen Spruch, der heute noch so aktuell sei wie vor 25
Jahren: "Die Natur braucht uns nicht - aber wir brauchen die
Natur." |
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Sie ermunterte die
Grünen im Kreis gerade wegen der Gefahr eines Politikwechsels in diesen
Bereichen zu kämpfen: "Die Stimmung beginnt sich wieder zu drehen", machte
sie den Anwesenden Mut. "Ein Punktgewinn für die Grünen" sei der
Auftritt von Ludger Volmer vor dem Visa-Untersuchungsausschuss
gewesen. |
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Nach einleitenden
Worten des Kreisvorsitzenden Richard Dammann (Nottuln) ließ der
grüne Landtags-Kandidat Norbert Vogelpohl (Coesfeld) die Geschichte der
Kreis-Grünen Revue passieren. Jung, frisch und unverbraucht sei die Partei
im Vergleich mit den anderen "Großen", unterstrich er. Bei seiner
Quartalsbilanz hangelte er sich auch an den vier Grundfesten der Partei
entlang. Nach wie vor, so Vogelpohl, unterschieden sich die Grünen von den
anderen durch ihre flachen Strukturen: "Jedem Grünen ist es unmittelbar
möglich, sich in jedes Politikfeld einzubinden und sich parteiintern
Gehör zu verschaffen." Dem Mainstream hätten die Grünen oft
widerstanden. Oft seien sie belächelt worden: "Aber wir lassen uns nicht
unterkriegen." |
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Als Beispiele
für besonderen Einsatz auf verschiedenen Politikfeldern ehrte er mit dem
grünen Herzen am Band Gunnar Oehmichen, Stefan Skornitzke (beide
Grüne Jugend aus Coesfeld), Thomas Reinert (Ortsverbands-Wiederbeleber aus
Dülmen), Dr. Wilhelm Kraneburg (unermüdlicher Streiter für den
Naturschutz aus Bösensell), Anneliese Pieper (Sozial-Aktivposten der
Partei aus Senden), Winni Nachtwei (friedensbewegter Bundestagsabgeordneter aus
Münster) sowie Paul Diesner (Homepage-Pfleger) und Erich Prinz (OV-Chef)
aus Coesfeld. Einen besonderen Akzent setzte er mit der Ehrung von Annette
Klinkenbusch, die vor einigen Jahren wegen der Bundeswehr-Einsätze
ausgetreten war, aber immer noch im Havixbecker Ortsverband
mitarbeitet. |
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| Eine
sehr ausführliche Bilder-Gallerie von der Jubiläumsfeier kann man
hier bewundern. |
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| AZ-Bericht über die Jubiläumsfeier "25 Jahre
Bündnis 90 /Die Grünen im Kreis Coesfeld" |