Pressemitteilung
Dem Agenda 21 Arbeitskreis „Energie und Klimaschutz“ ist es gelungen mit Tomi Engel, einen ausgewiesen Fachmann für einen Vortrag zu dem Thema „Vom Erdölverbraucher zum Solarbürger“ zu gewinnen. Der Referent ist ehrenamtlich tätig für den Bundesverband WindEnergie und die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie, wo er auch dem Fachausschuss „Solare Mobilität“ vorsitzt. Er arbeitet an nachhaltigen Energiekonzepten und befasst sich seit dem Jahr 2000 mit den Auswirkungen von „Peak Oil“. Letzteres bezeichnet die Erdöl-Produktionsspitze also den Zeitpunkt des Überschreitens der mengenmäßig höchsten Erdölförderung. Dieser Punkt wurde in den USA Anfang der siebziger Jahre, in Großbritannien und Norwegen im Jahr 2000 und weltweit im Jahr 2006 überschritten.
„Erstaunlicherweise wird dem Ende des Erdölzeitalters in der Öffentlichkeit bisher trotz seiner enormen Brisanz wenig Beachtung geschenkt. Dabei werden die Konsequenzen nur wenige Jahre nach Peak Oil das Leben fast aller Menschen grundlegend verändern. Das geht viel weiter als nur Schlangen an den Tankstellen, höhere Spritpreise und sinkende Aktienkurse. Unsere gesamte Lebensweise muss und wird sich fundamental ändern, in einem Ausmaß, das derzeit für die meisten nur schwer vorstellbar ist.
Bis 2020 wird die weltweite Erdölverknappung drastisch zunehmen und damit auch der Preis in bisher ungeahnte Höhen schießen. Entweder wir finden bis dorthin Alternativen zu Benzin und Diesel oder wir dürfen uns wieder an autofreie Sonntage gewöhnen. Tomi Engel hält das Elektroauto für eine viel versprechende Alternative. Extrem sparsam, leise und emissionsfrei fährt es daher.
Ein Großteil der Fahrzeuge werden sogenannte Steckdosen-Hybride sein, die am Stromnetz aufgeladen und auf größeren Strecken von einem Verbrennungsmotor unterstützt werden. Aber auch reine Elektrofahrzeuge werden eine Rolle spielen, insbesondere im Stadtverkehr. Da Elektrofahrzeuge sehr sparsam sind, wird nur wenig Strom benötigt. Eine Million Elektrofahrzeuge werden rund 0,3 Prozent der Stromerzeugung des Jahrs 2020 verbrauchen. Folglich werden große Mengen CO2 eingespart. Je höher der Anteil der Erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung ist, desto größer ist der Einspareffekt.“
Der Agenda 21 Arbeitskreis hat keine Mühen gescheut diesen hochaktuellen Vortrag in Senden anbieten zu können. Da die Lösung der Energieprobleme unsere Zukunft entscheidend bestimmen wird, sind alle Interessierten herzlich eingeladen, sich zu informieren und mit zu diskutieren.
Der Veranstaltung findet statt am Montag, den 21. April, um 20.00 Uhr im Rathaus in Senden
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