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27.10.2010: Heftiger Streit um Projekt zur Berufsorientierung

Die Wahl des künftigen Berufes war und ist für Jugendliche und junge Erwachsene eine wichtige und schwierige Entscheidung. Um hier eine Hilfestellung zu bieten, hat der Kreis Coesfeld bereits im Jahr 2007, unterstützt durch die Volksbanken Stiftung und den Rotary Club – später auch durch die Agentur für Arbeit – ein Projekt zur Berufsorientierung initiiert. Der „Berufsnavigator“ oder alternativ der „GEVA-Test“ wurden den Schulen der Sekundarstufe I in einer ersten Projektphase als Beratungsinstrument zur Verfügung gestellt. Begleitet wurde diese Phase von Wissenschaftlern der Universität Münster, deren Ergebnisse sollten in die zweite Phase ab Schuljahr 2010/11 einfließen. Resultat der Untersuchung: Die beiden Instrumente („Berufsnavigator“ und „GEVA-Test“) arbeiten methodisch unterschiedlich, sind aber gleichermaßen gut geeignet zur Berufswahlorientierung.

So weit – so harmonisch! Denn, wenn die Beratungsinstrumente gleich gut sind, kann man doch den Schulen die Auswahlentscheidung überlassen. Nein – weit gefehlt! Die Verwaltung versteift sich in ihrer Sitzungsvorlage (SV-8- 0232) auf den Berufsnavigator, ohne jedoch diese Vorgabe inhaltlich zu begründen.

In der Sitzung des Schulausschusses wurde dies fraktionsübergreifend kritisiert. Die Verwaltung wurde aufgefordert, den Schulen die Auswahl des Beratungsinstrumentes zu ermöglichen. Wiedervorlage im Kreisausschuss: Die Verwaltung hatte keine erkennbaren Nachbesserungen eingearbeitet. Wiederum wurde eine Beschlussfassung vertagt, jetzt sollte der Kreistag entscheiden.

Um eine schriftliche Basis für die Diskussion im Kreistag zu liefern, haben FDP und wir Grünen einen gemeinsamen Antrag einbracht. Intention: Die Lehrerinnen und Lehrer (bzw. die jeweiligen Schulgremien) sollen selbst entscheiden, welches der beiden geeigneten Beratungsinstrumente sie in ihrer Schule einsetzten wollen. Für uns war und ist völlig unklar, warum hier von der Politik eine zentrale Vorgabe getroffen werden soll!

In der Kreistagssitzung argumentierte plötzlich die CDU auf einer rein formalen Schiene, es ging ihr ausschließlich um vergaberechtliche Aspekte und die finanzielle Unterstützung des Projektes durch den Rotary Club sowie der Volksbanken Stiftung. Hitzige Debatte, Sitzungsunterbrechung, Kampfabstimmung! Die CDU powerte ihren Standpunkt gegen die anderen Fraktionen im Kreistag durch!

Gerade in Zeiten knapper Kassen, ist die (Co-) Finanzierung von z. B. kulturellen Projekten durch Sponsoren ein willkommenes Mittel, um Angebote noch aufrecht zu erhalten. Allerdings sind wir Grüne in diesem konkreten Fall, wie auch grundsätzlich nicht bereit, uns inhaltliche Entscheidungen durch Geldgeber abnehmen zu lassen. Wir werden weiterhin auf das Primat der Politik achten – auch und gerade bei Bildungsangeboten!

Norbert Vogelpohl

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