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11.10.2010: Wie ist es um die Finanzen des Kreises Coesfeld bestellt?
Norbert Vogelpohl und Frau Brockkötter
Norbert Vogelpohl und Frau Brockkötter (Abteilungsleiterin „Finanzen")

Für die Kassen der Gemeinden, Städte und Kreise in NRW gibt es eine verbindende Zustandsbeschreibung: Sie sind leer! Der langjährige Raubzug von Bund und Land durch die kommunalen Kassen hat seine Wirkung hinterlassen.

Die grüne Kreistagsfraktion wollte es genauer wissen und ließ sich von Frau Brockkötter (Abteilungsleiterin „Finanzen) die wirtschaftliche Lage des Kreises Coesfeld anhand der 18 Kennzahlen der Gemeindeprüfungsanstalt erläutern. Die erste Überraschung: Die anderen Münsterlandkreise haben in ihren Haushalten und Finanzberichten dieses Kennzahlenset nicht abgebildet, ein kreisübergreifender Vergleich ist daher leider (noch) nicht möglich. Im Verlauf des Berichtes wurde deutlich, dass diese Daten für das Rechnungsjahr 2008 eine zufrieden stellende Situation abbildeten, zumal an mehreren Parametern eine Verbesserung im Verlauf des Jahres 2008 abzulesen war. Frau Brockkötter machte deutlich, dass für das Jahr 2009 leider drastische Verschlechterungen zu erwarten sind. Zwischenfazit: Die Lage war zufrieden stellend, die Zukunft kann dramatisch werden.

Für einen kreisübergreifenden Vergleich können die „Verbindlichkeiten der Gemeinden und Gemeindeverbände am 31.012.2009“ (Daten von IT.NRW) herangezogen werden. Hier wird u. a. die „pro-Kopf-Verschuldung“ der Städte und Gemeinden, sowie Kreise in NRW ausgewiesen. Der niedrigste Durchschnittswert ist hier mit 847,93 Euro für die Städte und Gemeinden im Kreis Olpe festzustellen, die 1075,04 €/Einwohner bedeuten hier für den Kreis Coesfeld Platz vier, trauriges Schlusslicht ist der Kreis Recklinghausen mit 3809,93 €/Einwohner. Der Haushalt des Kreises Coesfeld führt zu einer Schuldenlast von 145,32 €/Einwohner. Das ist Platz 16 von 30 Kreisen, ein solider Mittelplatz.  Schlusslicht in dieser Wertung der Kreis Minden-Lübbecke mit 743,91 €/Einwohner. Der schuldenfreie Rhein-Erft-Kreis ist hier einsamer Top-Runner, allerdings stehen dort die kreisangehörigen Kommunen mit 1895,84 €/Einwohner in der Kreide. Auch an den Beispielen der Kreise Mettmann und Euskirchen kann man die Frage ableiten, ob hier die Kreishaushalte, ähnlich wie beim Rhein-Erft-Kreis, zu Lasten der städtischen Etats saniert werden?

Die Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld belegen bei der Pro-Kopf-Verschuldung mit Platz vier im Landesvergleich einen Spitzenplatz. Der Kreis liegt hier hingegen auf Platz 16! Der Vorwurf, der Kreis Coesfeld belaste die kreisangehörigen Kommunen durch die Kreisumlage übermäßig, ist vor dem Hintergrund dieser Vergleichsdaten nicht zu belegen.

Die Situation der Kreisfinanzen ist wahrlich nicht rosig, die weiteren Aussichten sind sogar trübe! Daher: Gefragt sind jetzt Kreativität und nachhaltige Konzepte, um perspektivisch den Kreishaushalt solide zu gestalten!

Norbert Vogelpohl

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