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18.11.2010: Stellungnahme der GRÜNEN im Münsterland zum Brief der 10 Bürgermeister aus dem Münsterland
Stellungnahme der GRÜNEN im Münsterland
Foto v.l.n.r.: Ali Bas, Warendorf; Norbert Vogelpohl, Coesfeld, Maria Klein-Schmeink, MdB; Norwich Rüße, MdL; Maria Schlieker, Billerbeck; Helmut Fehr, Greven

Bündnis 90/Die Grünen – Kreis- und Ortsverbände im Münsterland

Am Donnerstag, dem 18. November, trafen sich aktive Grüne aus dem gesamten Münsterland in Billerbeck, um über das Konzept der Gemeinschaftsschule zu beraten. Unter den 25 Anwesenden waren auch die Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink, sowie der Landtagsabgeordnete Norwich Rüße.

Folgendes Positionspapier, dass sich auf den aktuellen Brief von 10 Bürgermeister gegen die Gemeinschaftsschule im Münsterland bezieht, wurde dabei erarbeitet:

Stellungnahme der GRÜNEN im Münsterland zum Brief der 10 Bürgermeister aus dem Münsterland

Mit ihrem Positionspapier versuchen die 10 Bürgermeister der Mittelzentren aus dem Münsterland der Landesregierung die Verantwortung dafür in die Schuhe zu schieben, dass in absehbarer Zeit das dreigliedrige Schulsystem in ihren Kommunen gefährdet sei.

Wir Grüne stellen in unserer Bildungspolitik die berechtigten Bildungsinteressen der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt unserer Politik. Diese 10 Bürgermeister hingegen wollen lediglich ihre örtlichen Bildungsstrukturen bewahren.

Allen Beteiligten muss hingegen klar sein: Ein wohnortnahes Angebot aller drei Bildungsgänge der Sekundarstufe I kann angesichts der deutlich zurückgehenden Schülerzahlen und des sich weiter in Richtung höherer Bildungsabschlüsse ändernden Schulwahlverhaltens der Eltern nicht aufrechterhalten werden. Die Konsequenz: Immer mehr Kommunen verlieren ihre Haupt- und zunehmend auch Realschulen.

Die neuen Anforderungen an das Bildungsangebot sowie die sich wandelnde Schulabschlussorientierung der Eltern, in Verbindung mit der demografischen Entwicklung, zwingen die Landesregierung zum Handeln. Die Probleme zeigen sich im ländlichen Raum besonders deutlich: Um ein wohnortnahes, umfassendes Schulangebot zu ermöglichen, brauchen wir hier eine Schule, die zusammenwächst und die alle weiterführenden Bildungsangebote in dieser Schule verankert, und zwar unter Einschluss klarer Perspektiven für einen späteren Erwerb der allgemeinen Hochschulreife.

Die Verbundschule der schwarz-gelben Landesregierung, in der nur die Haupt- und Realschule zusammengefasst wird, löst kein Problem, sondern verschiebt dieses nur um ein paar Jahre. Schon jetzt reichen in einigen Orten die Schülerzahlen auch für die Weiterführung von Verbundschulen nicht mehr aus. Wir wissen: Eltern bevorzugen solche Schulen, die auch gymnasiale Standards anbieten können. Dies ist bei Gemeinschaftsschulen der Fall.

Der Vorwurf der 10 Bürgermeister, die Einführung der Gemeinschaftsschule führe zu einem „Kannibalismus“ bei den bestehenden Schulen vor Ort ist in der Wortwahl verfehlt und gibt Zeugnis von deren Kirchturmpolitik zu Lasten anderer. Jahrelang haben die weiterführenden Schulen der Mittelzentren vom Schülerzufluss aus den umliegenden Dörfern und Kleinstädten profitiert. Jetzt geht es aber für die kleinen Kommunen (Grundzentren) um die Existenz ihrer letzten Sekundarschule vor Ort. Die Gemeinschaftsschule bietet die Chance die schulische Grundversorgung zu halten und qualitativ zu verbessern.

Festzustellen ist: Der Versuch, Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien möglichst flächendeckend zu erhalten, ist zum Scheitern verurteilt.  Dies führt im Ergebnis dazu, dass der Weg zur passenden Schule immer länger wird. Die Gemeinschaftsschule bündelt alle Bildungsgänge wohnortnah unter einem Dach und ermöglicht zudem einen reibungslosen Übergang in die gymnasiale Oberstufe. Die Gymnasien der Mittelzentren können durch Kooperation mit den Gemeinschaftsschulen und in der Folge von dem Übergang deren Schülerinnen und Schüler in die gymnasiale Oberstufe wieder profitieren.

Billerbeck, 18.11.2010

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