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24.11.2010: Grüne fordern den sofortigen Stopp der Genehmigung neuer Mastställe.

Angesichts weiter dramatisch ansteigender Zahlen der Mastanlagen im Kreis Coesfeld und der damit  zunehmenden Gefährdung der Lebensgrundlagen der Menschen im Kreis, fordern der Kreisverband und die Kreistagsfraktion von B90/ Die Grünen vom Landrat: „Stoppen Sie diese Entwicklung und fördern Sie damit das Überleben einer nachhaltigen, regionalen Landwirtschaft und schützen sie  endlich den Berufsstand in der bäuerlichen Landwirtschaft vor gewerblichen Agrarfabriken.“

Nach Inbetriebnahme aller derzeit genehmigten sowie geplanten Anlagen wird im Kreis die Zahl der Plätze für die Haltung und Mast von Schweinen von ca. 950.000 im April 2008 auf gegenwärtig ca. 1,1 Mio. Tiere und die Anzahl der Geflügelplätze von 1,5 Millionen auf ca. 3,1 Mio. Tiere anwachsen.

Die Genehmigungen werden zumindest bei den Schweinen erteilt ohne das geltenden EU-Richtlinien Beachtung finden. Wie die BI für die Werterhaltung der Region Billerbeck und die Organisation „Pro Vieh“ eindrucksvoll darstellen, gibt es schon seit 2008 eine Schweinehaltungsrichtlinie (2008/120/EG), die den hier immer wieder genehmigten Schweineställen widerspricht.

Der Landkreis Emsland macht es uns vor, er geht neue Wege und hat unter dem öffentlichen Druck neue Planungsgrundlagen für Mastställe geschaffen. Die Planer zukünftiger Mastanlagen müssen zusätzlich zwei Gutachten von unabhängigen Sachverständigen erstellen lassen, die 1. den Nachweis erbringen, dass von der neuen Mastanlage keine zusätzliche Keimbelastung und damit Gefährdung für die Bevölkerung ausgeht und 2. wie die Tiere im Brandfall zu retten sind.

Wir Grünen finden „es reicht!“ Schon jetzt gefährden die übermäßigen Gülleaufbringungen unsere Trinkwasserversorgung. Parklandschaft und Natur wandeln sich zu monotonen Agrarflächen. Die Abgasbelastung durch zunehmende Tiertransporte und die Emissionen aus den Stallanlagen  schaden unserer Gesundheit. Der Landrat muss dem zukunftsweisenden Weg der Emsländer folgen, Gutachten fordern und  EU-Richtlinien in den Genehmigungsverfahren wortgetreu umsetzen.

Auszug aus der „Schweinehaltungsrichtlinie“:

8. Schweine sollten in einem Umfeld leben, das es ihnen gestattet, ihren Bewegungs- und Spürtrieb zu befriedigen. Wegen akuten Platzmangels findet in den derzeitigen Haltungssystemen keine artgerechte Haltung der Schweine statt.

9. Werden Schweine in Gruppen gehalten, so sollten geeignete Schutzmaßnahmen getroffen werden, um ihr Wohlergehen zu verbessern.

10. Sauen pflegen soziale Kontakte zu anderen Schweinen, wenn sie über ausreichend Bewegungsfreiheit und ein stimulierendes Lebensumfeld verfügen. Die ständige strikte Einzelhaltung von Sauen sollte daher verboten werden.

11. Durch das Kupieren der Schwänze und Abkneifen oder Abschleifen der Zähne werden Schweinen akute und in manchen Fällen andauernde Schmerzen zugefügt. Kastration führt häufig zu anhaltenden Schmerzen, die sich durch Einreißen des Gewebes noch verschlimmern. Diese Praktiken schaden daher, vor allem wenn sie von inkompetenten bzw. unerfahrenen Personen durchgeführt werden, dem Wohlergehen der Schweine. Damit geeignetere Verfahren angewendet werden, sollten entsprechende Vorschriften erlassen werden.

Der vollständige Text ist hier zu finden!

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