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03.12.2010: PM zu dem Geschehen um die Entwicklung eines Einkaufzentrums in der Dülmener Innenstadt
 
Schöne Pläne nicht gleich schönes Dülmen.

Das Geschehen um die Entwicklung eines Einkaufzentrums in der Dülmener Innenstadt wirft für Bündnis 90 / Die Grünen eine Reihe von Fragen auf, deren Klärung zwar dringend notwendig wäre, denen aber bisher sorgsam ausgewichen wurde.

So fragen wir uns zum Beispiel, welche gesicherten seriösen Erkenntnisse gibt es über die Auswirkungen des Vorhabens EKZ? Eine Belebung der Innenstadt (Umsatz) wird häufig begleitet durch einen „Wertverlust“, d.h. zwar steigt der Umsatz, verharrt aber auf einem niedrigeren Preisniveau. Eine „Klotzbauweise“ kann negative Auswirkungen auf das Stadtbild haben, mit allen Folgen gebremster Integration und Belebung.

Ein solches Vorhaben muss vor weiteren Entscheidungen begleitet werden durch klar formulierte Ziele in einem Rahmen- oder Masterplan, der darlegt, welches Zukunftsbild (architektonisch, verkehrlich und wohnungsmässig) Dülmen in den nächsten 30 Jahren anstrebt, sagte der grüne Politiker und Stadtverordnete Detlev Rathke. Wer hat zum Beispiel mit den Mietparteien, die von der Überplanung betroffen sein können, gesprochen, fragt Rathke, sie in die Planungen als Menschen mit Anspruch auf bezahlbaren Wohnraum auch in Zukunft einbezogen?

Wegen der Mächtigkeit der Investition und deren Bedeutung und Auswirkungen auf Struktur, Architektur und Verkehr in der Innenstadt fordert der Fraktionssprecher von Bündnis 90 / Die Grünen, Wolfgang M. Müller, ein formalisiertes, nachvollziehbares und faires Auswahlverfahren unter mehreren Projektentwicklern / Investoren. „Transparenz und Fairness befördern die guten Ergebnisse (Qualität) eines Wettbewerbes“, so Müller. Das Investitionsvolumen und die Bedeutung für Dülmen über Jahrzehnte hinaus verlangen nicht den schnellsten sondern den besten unter den Investoren – ermittelt durch ein entsprechendes Auswahlverfahren.

Eine gedeihliche Entwicklung erfordert darüber hinaus,  dass sich ein gesunder Branchenmix im Einklang mit dem Geschäftsumfeld finden lässt. Auch hier ist ein Rahmen- oder Masterplan unerlässlich. Grösse, Standort und Branchenmix, aber auch die Architektur des EKZ können die Struktur der Innenstadt nachhaltig beeinflussen und schädlichen Einfluss nehmen!

Während die Verkaufsflächen bundesweit um über 36 % gestiegen sind, stagniert der Umsatz. Das mag zurzeit Änderungen unterworfen sein, ändert aber nichts an der Tatsache, dass in unserer Innenstadt deutlich Leerstand herrscht, der offensichtlich nicht behoben werden kann. Ein Branchenmix im Bereich der kleineren Geschäfte ist deshalb unbedingt erforderlich.

Die Entwicklung auf diesem Sektor kann und darf nicht allein einem EKZ-Investor überlassen bleiben. Ein Gutachten über die maximal verträgliche Verkaufsfläche fehlt, ist aber unerlässlich. Der Erfolg eines solchen EKZ hängt auch wesentlich von der Flexibilität des geschäftlichen Umfeldes ab. Der Fraktionssprecher von Bündnis 90 / Die Grünen, Wolfgang M. Müller, fragt, welche Hilfen für das Geschäftsumfeld (alte Innenstadt) vorgesehen sind, um den Anpassungsprozess zu unterstützen und zu befördern?

Es bleibt ein Nachgeschmack, meint Rathke. Es weiche nicht das Gefühl, dass hier bestimmte Vorstellungen entgegen jeglicher fachlich bekannter Erkenntnis und Methodik durchgesetzt werden sollten.

Nach Ansicht der Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen nimmt dabei die Politik Schaden, die Gesellschaft drohe sich zu spalten. Keinesfalls sei der hofierte Investor schicksalshaft vom Himmel gefallen. Schon gar nicht dürfe die Verwaltung zulassen, dass sie zum Spielball undurchschaubarer Interessen wird.

Schöne Pläne bedeuten nicht unbedingt gleich schönes Dülmen.

Bündnis 90/ Die Grünen werden den Prozess „Einkaufscenter“ weiter kritisch begleiten, damit Dülmener in Zukunft nicht nur gut, sondern auch preiswert und mit Wohlgefühl einkaufen können.

Wolfgang M. Müller, Fraktionssprecher, Dülmen
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