Logo bild
 
 
 
 
 
Bild
 
Fakten
 
Wahlprogramm
 
Agrarwende jetzt
 
Ein Video der Bundestagsfraktion
 
100 gute Grüne gegen Atomkraft!
[100 gute Gründe gegen Atomkraft]
 
Kanal Grün - Der grüne Kanal bei YouTube

04.01.2011: Dixionbelastete Eier im Kreis Coesfeld – und was folgt daraus?

Niedersachsen ist eine Hochburg der Massentierhaltung. Dass also der aktuelle Skandal um dixionverseuchtes Tierfutter bei unseren nördlichen Nachbarn seinen zentralen Schauplatz hat, ist da nicht überraschend. Leider nimmt auch im Münsterland, auch im Kreis Coesfeld, diese (Un-)Form der Landwirtschaft rapide zu. Warum sollte dieser neuerliche Futtermittelskandal an uns vorüberziehen?

Zu allem Überfluss gibt auch noch unsere Kreisverwaltung als Aufsichtsbehörde eine schlechte Figur ab! Am Montag 03.01. meldete Radio Kiepenkerl: „Dioxinfunde: Kreistierärztin warnt vor Panik“; im Kreis Coesfeld sei, laut Kreistierärztin Raphaele Brüske, kein einschlägiger Fall bekannt. Tags drauf hat der Sender folgende Nachricht parat: „Das Problem um dioxinbelastetes Futter hat jetzt auch den Kreis Coesfeld erreicht.“

– Nun also doch!

Dabei ist zu beachten:

  • Die im Kreis Coesfeld Produkte (Milch, Fleisch, Eier) werden – wenn überhaupt – nur zu einem kleinen Teil hier in der Region vermarktet!
  • Die (vergifteten) Eier landen nur zu einem kleinen Teil in den Regalen der Supermärkte, der größere Teil wird von der Lebensmittelindustrie weiterverarbeitet. Wie sieht da die Wareneingangskontrolle aus?
  • Durch den Drang zu einer industrialisierten Landwirtschaft, die weltmarktfähig ist, werden zunehmend preisgünstige Futtermittel zugekauft. Damit läuft die örtliche Landwirtschaft stets Gefahr, in solche „Zuliefer-Skandale“ hineingezogen zu werden!
  • Die Verbraucher und auch Landwirte löffeln die „Eier-Suppe“ aus, die ihnen andere fahrlässig oder mit krimineller Energie eingebrockt haben.

Natürlich muss der ganze Skandal grundlegend aufgeklärt werden, um einer Wiederholungsgefahr zu begegnen.

Wir brauchen sicherlich mehr und besser konzipierte Qualitätskontrollen, sicherlich auch mehr Kontrolleure. Welche Strafen haben eigentlich diese „Brunnenvergifter“ zu erwarten?

Wir brauchen aber auch eine andere Landwirtschaftspolitik, eine Abkehr von der aktuellen Gigantomanie und eine Hinwendung zu regionalen Erzeuger- und Verbraucherketten!

Norbert Vogelpohl


Einschlägige Links:

Dreieck 04.01.2011: Norwich Rüße: Sauereien mit Dioxin müssen endlich ein Ende haben!

Dreieck 05.11.2011: Radio Kiepenkerl: Der Dioxin-Skandal hat sich auf den Kreis Coesfeld ausgeweitet - Landwirte im Kreis sind beunruhigt

Dreieck 04.01.2011: AZ/WN: Dioxin-Futtermittel auch im Kreis Coesfeld

Dreieck 04.01.2011: Umweltministerium NRW: Wichtige Verbraucherinformation

  zurück
Programmupdate Grünomat 12 Gründe für Grün