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10.09.2012: Infoabend in Ascheberg zur nachhaltigen Landwirtschaft im 3. Jahrtausend mit Norwich Rüße
Ascheberg

"Wie wollen wir unser Münsterland?" Diese Frage stand am Montag Abend auf dem Hof Beckmann zur Diskussion. Zum Ideenaustausch geladen hatte der neu gegründete Grünen Ortsverband Ascheberg.

Gefolgt waren dieser Einladung Landwirte aus der Gemeinde, interessierte Bürger, sowie der grünen Landtagsabgeordnete Norwich Rüße, der selbst noch als Landwirt tätig ist. Den Nährstoff für sehr angeregte und emotionale Diskussionen sähte Hubert Beckmann mit einem kurzen Vortrag zu Beginn der Veranstaltung. Kritisch hinterfragt werden müsse die intensive Nutzung des Ackerbodens, durch welche das Artensterben in der Region forciert werde, sowie das Brechen der Wiesen, diese seinen als CO2 – Speicher sehr wertvoll.

Dass die hohe Nutzung des Ackerlandes von viellerlei Faktoren abhängt und nicht allein von den Bauern gewollt ist, war allen Beteiligten schnell klar. Norwich Rüße kritisierte hier besonders die wenigen Händeler, die er mit den großen Tankstellenketten verglich und sie als eine Art Kartell beschrieb. Kritisch zu hinterfragen seien Zuschlagszahlungen, für Landwirte, die eine hohen Anzahl an Tiere verkaufen würden, sowie die klare Normmaßesetzung für die gehandeltene Tiere, die dafür sorgen würde, dass Landwirte Abzüge auf Tiere bekämen, die außerhalb der Norm lägen.

Deshalb sprach sich ein Großteil der anwesenden Bauern für eine Regulierung durch die Politik aus, denn innerhalb der Runde herrschte Einigkeit darüber, dass insbesondere auch die kleineren bäuerlichen Betriebe geschützt werden müssten. Größter Diskussionpunkt des Abend war das Thema regenerative Energien. So stand die Biogasanlage in der Gemeinde Ascheberg, auf Grund ihrer enormen Verschwendung vom Rohstoff Mais, im Fokus. Problematisch sei, dass ein Großteil der hiesigen Maisernte in der Anlage verbraucht würde und das Futter für die Tierhaltung teilweise importiert werden müsse, erklärte Landtagsabgeordneter Rüße.

Die Alternative sei die intensive Nutzung von Windkraftwerken. Hier ist die Bürgerschaft der Gemeinde Ascheberg gut aufgestellt, die Ausgangsvoraussetzungen sind mit der Gründung der Windpark Ascheberg GmbH gelegt. Diese hat auch schon Flächen ausgewiesen, welche die Normen für die Errichtung von Windkrafträder erfüllen würden. Ins Stocken gerät das Vorhaben durch die Verhandlungen mit der RWE und der Unentschlossenheit des Gemeinderats. Die RWE, die der Betreiber der Stromnetzte ist, möchte diese nicht einfach zur Verfügung stellen, sodass noch über die Kosten für die Übernahme gestritten wird. Für die Zukunft wünscht sich die Initiative Windpark Ascheberg konstruktive Gespräche mit der Gemeinde und eine Entscheidung, ob Windparks in Ascheberg gebaut werden dürfen. Des Weiteren würde sich der Zusammenschluss über eine rege Beteiligung der Ascheberger Bürger freuen.

Tobias Entrup Ascheberg

 
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