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26.11.2012: Massentierhaltung: Entsorgung der Tierkadaver
Das Verursacherprinzip muss endlich Einzug halten!

Wie oft ist uns ein Problem in seiner Struktur bewusst, aber nicht in seiner Dimension? Wir wissen, dass in den großen, industriellen Stallanlagen Tiere qualvoll verenden. Der entsprechende Fachbegriff „Falltiere“ beschreibt dieses Elend nur unzureichend. Aber, wie groß ist die Menge der Tiere, die ihre eigene Schlachtung, für die sie ja in diese Ställe gefercht werden, nicht erleben? Die Aussage, 3 % der eingestallten Tiere werden nicht lebend ausgestallt, ist schwer zu überprüfen.

Das im Kreis Coesfeld jährlich Falltiere mit einem Gesamtgewicht von ca. 4500 t anfallen, ist seriös und belegbar. Diese Information ist dem Haushaltsbuch des Kreises Coesfeld zu entnehmen. Der gleichen Quelle entstammt der Hinweis, dass der Kreis – damit letztlich die Einwohner des Kreises Coesfeld – hier mit ca. 600.000 Euro jährlich zur Kasse gebeten werden. Nach derzeitiger Gesetzeslage übernimmt der Landwirt 25% der entstehenden „Entsorgungskosten“, den Rest trägt der Kreis. Eine nennenswerte finanzielle Belastung, die über die Münsterlandkreise nahezu alle Landkreise drückt.

Zudem: jeder Handwerksmeister, jeder Unternehmer würde sich freuen, wenn ihm der Staat ¾ seiner Müllrechnung erstatten würde.

Eine solche Subventionierung der Landwirtschaft ist heute nicht mehr akzeptabel. Ursprünglich sollte aus seuchenhygienischen Gründen so sichergestellt werden, dass keinerlei Tierkadaver mehr vergraben werden. Diese Gefahr wird nicht einmal mehr von der Landwirtschaftslobby beschworen.

Durch einen Antrag an den Kreistag, den wir im September eingebracht haben, wollen wir erreichen, dass der Kreis Coesfeld sich bei der Entsorgung der Falltiere für die Umsetzung des Verursacherprinzips einsetzt. Wie schon im März 2012, anlässlich einer entsprechenden Anfrage  an den Landrat, wurde in der ersten Beratung deutlich, dass die „Bauervertreter“ diese Kosten gerne auf das Land abwälzen möchten. Das hieße, eine Verlagerung dieser Subvention von den Landkreisen auf das Land NRW. Mit „Verursacherprinzip“ hat das nichts zu tun! Weiter würde der Steuerzahler für diese „Nebenwirkungen“ der industrialisierten Landwirtschaft zur Kasse gebeten. Für uns GRÜNE unvorstellbar.

Norbert Vogelpohl

Zu unserer Anfrage von März 2012: mehr

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