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20.04.2013: 1. Grüne Artenschutzkonferenz in Münster zum Rückgang der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft

"Dies soll keine Jammerveranstaltung werden - sondern ein konstruktiver Blick nach vorne!" Mit diesem Votum des Organisators Dr. Wilhelm Kraneburg taten sich die Referenten der 1. Artenschutzkonferenz, die die GRÜNEN aus dem Kreis Coesfeld am letzten Wochenende in Münster organisiert hatten, aber eher schwer. Bei einem Blick auf die aktuelle Entwicklung von Pflanzen- und Tierarten in unserer Kulturlandschaft kommt man leider um traurige Wahrheiten nicht herum: viele typische Vogelarten wie Kiebitz, Feldlerche und Rebhuhn stehen vor dem Aussterben, und der exzessive Ausbau der Maisanbaufläche verdrängt auch die letzten Reste unserer ehemaligen Münsterländischen Parklandschaft.

So waren auch die einleitenden fachlichen Vorträge von Dr. Joachim Weiss von der Ornithologischen Gesellschaft und Dr. Thomas Hövelmann von der NABU-Naturschutzstation Münsterland eher in Moll gestimmt, während Dr. Michael Harengerd von der Biologischen Station Rieselfelder und Vertreter der Naturschutzverbände im Regionalrat sowie Kurt Kuhnen eher drastische Worte zum Ausbau der Agroindustrie fanden. In einigen lokalen Projekten aus Saerbeck, aus der Jägerschaft und Ausgleichsmaßnahmen von Straßen.NRW wurden zwar lobenswerte Ansätze vorgestellt, die jedoch angesichts der großflächigen Intensivierung in der Veredlungsregion Münsterland eher von peripherer Bedeutung sind.

So stand in der abschließenden Podiumsdiskussion mit Umweltminister Johannes Remmel, dem NABU-Landesvorsitzenden Josef Tumbrinck, dem GRÜNEN-Landtagsabgeordneten Norwich Rüße und Johann Prümers, Vorsitzender des WLV-Kreisverband Steinfurt und WLV-Umweltausschussvorsitzender, auch die Politik auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene im Fokus. Ohne restriktive Vorgaben zum Umweltschutz, insbesondere beim Umfang des so genannten "Greening", sind viele Arten unserer Heimat wohl kaum noch zu retten. Hier fordern Naturschützer einen Umfang von mindestens 10% geeigneter ökologischer Vorrangflächen.

Insgesamt war die erste Grüne Artenschutzkonferenz eine wichtige und gelungene Initiative aus der Politik: rund 100 Interessierte waren der Einladung in das Franz-Hitze-Haus gefolgt, es wurden neue Allianzen beispielsweise zwischen Jägern, Imkern und Naturschutz offensichtlich und die Grünen-Politiker selber mussten einsehen, dass sie bislang das Thema Natur- und Artenschutz zu wenig auf der Agenda hatten. Norwich Rüße dazu: "Da brauchen wir aber auch die aktive Ansprache aus dem Naturschutz, damit wir dieses wichtige Thema auf Landesebene gegen soziale und wirtschaftliche Themen durchsetzen können!" Die Beteiligten waren sich unter großem Beifal

Artenschutzkonferenz
NRW-Minister Johannes Remmel sowie das Podium der 1. Grünen Artenschutzkonferenz mit Josef Tumbrinck (NABU NRW) sowie MdL Norwich Rüße und Johann Prümers (von links nach rechts)
Bildautorin: Nicole Gimbel
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