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Ställe im Kreis Coesfeld: Tausende Tiere sterben den Hitzetod

Im Zuge der Hitzeperiode Anfang August sind nach Informationen der Kreisverwaltung Coesfeld in drei Ställen insgesamt 7500 Tiere erstickt. Zwei dieser Ställe liegen in Coesfeld, einer in Rosendahl. rund waren Probleme mit der Lüftungstechnik im Stall. Bereits im Juni sind in einem Billerbecker Stall 1000 Schweine verendet. "Jahr für Jahr kommen bisher ungezählt viele Tiere in den industriellen Mastanlagen um, weil zu oft die Technik bei großer Hitze versagt.", so Friedrich Ostendorff, agrarpolitischer Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion und Direktkandidat für den Kreis Coesfeld. "Die klimatischen Extreme werden in den nächsten Jahren noch zunehmen. Es kann nicht sein, dass qualvoll verendende Tiere von vorneherein als Produktionsausfall in die Kalkulation einbezogen werden!". Vielmehr zeigten diese Vorfälle, dass "keine Stalltechnik der Welt" dem Halter die bäuerliche Fürsorgepflicht abnehme. "Wir als Grüne wollen diese Fürsorgepflicht in den Haltungsverordnungen verankern!", so Ostendorff weiter.

Die Kosten für die Beseitigung der Tierkörper werden zu 75% vom Kreis bezahlt. Bis zum 31.7. hat der Kreis Coesfeld bereits 335.537,88 Euro für Entsorgung ausgegeben. Die Kosten für die Beseitigung der 7500 Geflügel sind darin noch gar nicht enthalten. "Wir müssen die Entsorgung der Tierkörper neu regeln", so Norbert Vogelpohl, Vorsitzender der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, "es kann nicht sein, das die Betreiber industrieller Mastanlagen ihre Entsorgungskosten den Steuerzahlern auferlegen". Außerdem müsse die Kreisverwaltung demnächst zeitnah und nicht erst auf Nachfrage über solche Fälle informieren. "Das Umwelt-informationsgesetz sieht eine proaktive Informierung der Öffentlichkeit in solchen Fällen vor", so Vogelpohl weiter, "es wäre gut, wenn der Kreis das zukünftig umsetzt."

Auch der Deutsche Bauernverband wird sich am kommenden Dienstag auf seinem "Veredelungstag" in Senden mit den Hitze-Verlusten in Tierbeständen befassen. Der dort referierende westfälische Bauernpräsident wird sich in seinem Referat zur "Situationsanalyse der Schweinehaltung in Deutschland" sprechen. Dabei wird er laut Medienberichten (Top Agrar) auf die 940 Schweine eingehen, die einem Stall seiner Familie in diesem Sommer erstickt sind.

Friedrich Ostendorff
MdB stellv. Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz agrarpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
 
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