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Vortrag von Professor Dr. Köhnlein am 24.8. in Dülmen
Professor Köhnlein in Dülmen
 

Für Dülmener Verhältnisse gut besucht war der Vortrag von Professor Dr. Köhnlein aus Havixbeck am Montag dem 24.08.2009 im Hotel Zum Wildpferd. Auf Einladung des Ortsvereins Dülmen von Bündnis 90/Die GRÜNEN referierte er über die logistischen Probleme eines Ausbaus von Atomkraftwerken und den Alternativen dazu. „Im Moment reichen die Uranreserven für etwa 50 Jahre. Um den Klimawandel abzumildern müssten weltweit ca. 5000 Kernkraftwerke neu gebaut werden. Bei Bauzeiten von 8-10 Jahren pro Kernkraftwerk wäre damit zurechnen, dass für die letzten Neubauten kein Uranbrennstoff mehr vorhanden wäre!“ Dazu ergänzte der Sprecher der Grünen Thomas Reinert „Das Jahr 2008 ist das erste seit dem Beginn der sogenannten friedlichen Nutzung der Atomkraft, in dem weltweit kein einziges neue AKW ans Netz gegangen ist!“

Professor Köhnlein wies weiter darauf hin, dass das Problem der Endlagerung bis heute nicht gelöst sei. Trotzdem werde weiterhin radioaktiver Abfall produziert, der über 50.000 Generationen hinweg sicher aufbewahrt werden müsste. Darüber hinaus sei keines der Kernkraftwerke versichert. Ausserdem wirke sich der Klimawandel inzwischen auch auf die Stromproduktion von Kernkraftwerken aus. Schon heute müssten KKW wegen Mangel an Kühlwasser ihre Produktion teilweise erheblich reduzieren.

Im zweiten Teil des Vortrags stellte Herr Professor Köhnlein die Kapazitäten der alternativen Energien dar. In einer eindrucksvollen Übersicht stellte er dar, dass es nur dem politischen Willen unterliege, komplett in absehbarer Zeit sowohl von Atomkraft als auch von CO²-emittierenden Kohle-, Gas- und Erdölkraftwerken weg zu kommen. Als praktisches Beispiel nannte Professor Köhnlein die geplante große Windkraftanlage in den Baumbergen. Durch die Bauhöhe bedingt, soll die Zahl der Umdrehungen des Rotors deutlich geringer werden (11 Umdrehungen statt bisher 40 pro Minute) damit sänke unter anderem die eventuelle Beeinträchtigung von Anwohnern. Aus technischen Gründen seien kleinere Anlagen – wie aus dem Publikum vorgeschlagen – nicht sinnvoll, da wirtschaftlich für Dauerbetrieb nutzbare Windkraft erst ab etwa 50 Metern Höhe zur Verfügung stehe. Zudem erreiche die neue Anlage eine etwa dreimal so große Leistung einer Anlage bisheriger Größe. In einer abschließenden Übersicht stellte er die Potentiale der verschiedenen Orte im Kreis Coesfeld dar. Es bleibt noch viel zu tun für die Zukunft unserer Kinder, Enkel und weiteren Nachkommen. Professor Köhnlein schloss seinen Vortrag mit dem Spruch: Strom aus Wind, dankt Dir Dein Enkelkind!

Der Vortrag wird in den nächsten Tagen auf die Homepage von Bündnis 90/Die GRÜNEN Dülmen unter www.gruene-duelmen.de gestellt.

 

 
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