Bei seinem Besuch im Kreis Coesfeld diskutierte Oliver Krischer MdB,
Sprecher für Energie- und Ressourceneffizienz der Bundestagsfraktion,
über die Grünen Ziele angesichts des Klimawandels und der
Konjunkturkrise.
Er forderte ein Umdenken für Nordrhein-Westfalen.
Das Förderprogramm für die energetische Sanierung von öffentlichen
und privaten Altbauten muss großflächig ausgebaut werden. Jeder
geförderte Euro generiert Investitionen von 8 Euro und kann damit
allein in NRW 100.000.- Arbeitsplätze schaffen.
Die Grünen fordern
gerade in den Ballungsräumen von NRW den Ausbau der Kraft-Wärme-
Kopplung und der Nahwärmenetze anstelle des Neubaus von ineffizienten
Kohlekraftwerken. Die vorgestellten Projekte werden langfristig
einen starken Beschäftigungsimpuls im Mittelstand auslösen und
gleichzeitig den Kaufkraftabfluss für die Importe von Primärenergien
deutlich reduzieren.
Die derzeitige Debatte über Atomkraftwerke sei
strategisch genau das Gegenteil der benötigten Energiewende. "Atomkraftwerke sind nur in sehr großen Einheiten möglich und nützen
ausschließlich den großen Stromerzeugern RWE, EON, Vattenfall und
EnBW. Kein mittelständisches Unternehmen, kein Stadtwerk käme auf den
Gedanken einen Atomreaktor bauen zu wollen. Insofern ist die
Strategie einer Neuauflage der Atomreaktoren ein Ablenkungsmanöver
von der massiven, zu Recht und viel zu wenig entschlossen geführten
Debatte über die Strom- und Gasmonopole." bemerkte Oliver Krischer
unter Beifall des Publikums auf der Veranstaltung in den
Räumlichkeiten der AWO in Coesfeld. |